Markt

Der Markt für Prozessfinanzierung ist erwachsen geworden.
Die meisten Anspruchsteller haben es noch nicht bemerkt.

Prozessfinanzierung entstand in den 1990er Jahren in Australien, erreichte in den 2000er und 2010er Jahren in England und den Vereinigten Staaten kommerzielle Reife und befindet sich nun in Kontinentaleuropa, am Golf und in Asien in beschleunigtem Wachstum. Der europäische Markt steht an einem Wendepunkt.

Litigation finance market — third-party funding for commercial disputes in Europe and EMEA
Die Zahlen

Ein reifender globaler Markt.

17 Mrd. $+
Global verwaltetes Vermögen (2024)
12 %
CAGR über ein Jahrzehnt
3–4 Mrd. €
Europäischer Markt für Prozessfinanzierung
70 %
Tragfähige europäische Ansprüche unverfolgt
3–5x
Durchschnittliches Recovery-Multiple
25–35 %
Typische Beteiligung des Finanzierers

Die institutionelle Wahrnehmung hat die Kanzleien erreicht; die meisten Unternehmen als Anspruchsteller — der eigentlich unterversorgte Markt — wissen jedoch weiterhin nicht, dass finanzierte Prozessführung für sie zugänglich ist.

Warum jetzt

Fünf Kräfte hinter dem europäischen Wachstum.

Steigende Prozesskosten

Die Kosten hochwertiger Wirtschaftsverfahren in Europa sind im vergangenen Jahrzehnt erheblich gestiegen. Ein mehrjähriges internationales Schiedsverfahren verursacht heute regelmäßig 1–5 Mio. € an Anwaltskosten vor Erlass des Schiedsspruchs. Nur wenige Anspruchsteller können diese Kosten zusätzlich zum eigentlichen Streit tragen.

Wachsende Komplexität

Grenzüberschreitende Streitigkeiten, Vollstreckung in mehreren Rechtsordnungen und die zunehmende Komplexität von M&A- und Joint-Venture-Strukturen haben Wirtschaftsverfahren teurer und langsamer gemacht. Der Bedarf an geduldigem, strukturiertem Kapital ist im gleichen Maße gewachsen.

Wandel der Kanzleimodelle

Kanzleien in Kontinentaleuropa stehen zunehmend unter Druck, alternative Honorarmodelle anzubieten — Erfolgshonorare und Hybridvereinbarungen —, um mit angloamerikanischen Häusern zu konkurrieren und anspruchsvolle Mandanten zu halten. Portfoliofinanzierung und Co-Investment-Strukturen mit Finanzierern ermöglichen diese Entwicklung.

Insolvenzwelle und Rückführungsansprüche

Restrukturierungen nach der Pandemie und der Unternehmenskrisenzyklus haben einen erheblichen Bestand an insolvenzrechtlichen Rückführungsansprüchen geschaffen — Anfechtungsklagen, Organhaftung und Drittansprüche —, deren Verfolgung externes Kapital erfordert.

Regulatorische Klärung

Europäische Rechtsordnungen haben den rechtlichen Rahmen für Drittmittel-Prozessfinanzierung fortlaufend geschärft — die Durchsetzbarkeit von Finanzierungsvereinbarungen wurde verbessert, Champerty- und Maintenance-Risiken reduziert und ein berechenbares wirtschaftliches Umfeld geschaffen.

Wer Prozessfinanzierung nutzt

Fünf Archetypen von Kapitalpartnern.

Mittelstand

Unternehmen mit Jahresumsätzen von 10–500 Mio. €, die starke wirtschaftliche Ansprüche besitzen, die Bilanzwirkung mehrjähriger Prozesskosten aber nicht tragen wollen. Prozessfinanzierung verwandelt den Anspruch aus einer Kostenstelle in einen bedingten Vermögenswert.

Anwaltskanzleien

Kanzleien, die Alternativen zur reinen Stundensatzabrechnung in Wirtschaftsverfahren anbieten möchten. Portfoliolinien ermöglichen Erfolgshonorar-Positionen über mehrere Mandate, ohne Klumpenrisiko aufzubauen.

Private Equity & Family Offices

Investmentvehikel, die notleidende Vermögen mit eingebetteten Rechtsansprüchen erworben haben oder Portfoliogesellschaften mit anhängigen Wirtschaftsverfahren halten. Prozessfinanzierung wandelt rechtliches Exposure in einen gesteuerten, bilanzfernen Vermögenswert.

Insolvenzverwalter

Verwalter und Treuhänder mit Rückführungsansprüchen gegen Organe, nahestehende Personen oder Gegenparteien. Finanzierte Beitreibung maximiert die Erlöse für die Gläubiger, ohne die Masse zu belasten.

Institutionelle Investoren & Staatsfonds

Größere Akteure, die Prozessfinanzierung als Teil einer breiteren Strategie für alternative Anlagen nutzen — einschließlich Investitionsschutz-Schiedsverfahren und großvolumiger wirtschaftlicher Beitreibung.

Wettbewerbslandschaft

Der europäische Mittelmarkt ist strukturell unterversorgt.

Weltweit rund 50–80 aktive Finanzierer, weniger als 20 in nennenswertem Umfang in europäischen Rechtsordnungen. Der Markt segmentiert sich nach Ticketgröße, Geografie und Falltyp.

Large-Cap-Finanzierer

Burford Capital, Omni Bridgeway, Litigation Capital Management — Fokus auf Tickets über 5 Mio. €, vornehmlich englisches Recht und internationale Schiedsverfahren.

Europäische Mittelmarkt-Finanzierer

Bedienen den Bereich 500.000 € – 5 Mio. €, mit unterschiedlicher geografischer Reichweite und Branchenspezialisierung.

Avyanas Position

Disziplinierter Mittelmarkt, paneuropäisch, dreisprachig (Deutsch, Englisch, Spanisch), mit besonderer Tiefe im DACH-Raum und auf der Iberischen Halbinsel sowie starker Vollstreckungskapazität für Schiedssprüche in ganz EMEA.

Ticketgrößen unter 5 Mio. € sind für die größten Finanzierer zu klein und für nicht spezialisierte Anbieter zu komplex. Hier liegt die Mehrzahl der wirtschaftlich tragfähigen europäischen Ansprüche.

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